Zu Besuch bei der Tafel:

Besuch von Frau Dr. Anna Christmann, MdB für BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und Ihrer Mitarbeiterin Oriane Petit sowie Herrn Florian Pitschel, Gemeinderatsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

v.l.: Frau Hilli Pressel, Herr H-U. Rabeneick, Herr Florian Pitschel, Frau Dr. Anna Christmann
v.l.: Frau Hilli Pressel, Herr H-U. Rabeneick, Herr Florian Pitschel, Frau Dr. Anna Christmann

Am 17.02.2021 war Frau Dr. Anna Christmann, Mitglied im Bundestag, bei uns zu Gast in Begleitung von Ihrer Mitarbeiterin Oriane Petit und von Florian Pitschel, Gemeinderatsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN. Schon bevor wir in den Laden gingen konnten sich unsere BesucherInnen von der langen Schlange der wartenden KundInnen ein Bild machen. Bei einer Führung durch den Tafelladen konnten sie sich einen Eindruck verschaffen, wie die Arbeit der Tafel im Alltag abläuft. An konkreten Beispielen wurde erläutert, wie die Schwäbische Tafel Stuttgart arbeitet. Gleichzeitig konnten die BesucherInnen sehen, wie der Laden für die bevorstehende Öffnung vorbereitet und aufgefüllt wurde. Um 10 Minuten vor 10 Uhr kamen dann die ersten KundInnen in den Laden.

 

Im Büro entstand dann ein reges Gespräch, in welchem Frau Christmann und Herr Pitschel Fragen stellten und ausführliche Antworten erhielten von Herrn Rabeneick, 1. Vorstand der Schwäbischen Tafel Stuttgart e.V. und Frau Pressel, stellvertretende Projekleiterin. Da Frau Christmanns Schwerpunkt unter anderem das Bürgerschaftliche Engagement ist wurde auch die Thematik Bundesfreiwilligendienst angesprochen, welcher bislang nicht in der der Tafel angeboten werden kann aus Kostengründen. Frau Christmann möchte sich dafür einsetzen, dass der Bundesfreiwilligendienst in gemeinnützigen Einrichtungen wie die Tafel evtl. bezuschusst wird.

 

Herr Pitschel berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen, die er zu Beginn der Pandemie im Bad Cannstatter Tafelladen gemacht hat, als er dort ehrenamtlich mitgeholfen hatte. Er nimmt im Besonderen das Thema Ladensuche für den Stuttgarter und den Bad Cannstatter Tafelladen mit in seine Fraktion.

 

Das Gespräch verlief in einer sehr angenehmen Atmosphäre. Das Interesse an der Tafel und den Schwierigkeiten im Arbeitsalltag, besonders durch die Corona-bedingten Zusatzherausforderungen, war spürbar. Der Besuch ist für die Schwäbische Tafel ermutigend, weil er zeigt, dass unsere Arbeit wahrgenommen wird und die Belange der bedürftigen Menschen ernst genommen werden.

 

 

Wir bedanken uns für die Zeit, die sich unsere Gäste genommen haben und freuen uns, wenn PolitikerInnen wie Frau Dr. Christmann und Herr Pitschel zu uns kommen, um die Arbeit ganz konkret vor Ort kennen zu lernen.


Frau Dr. Alexandra Sußmann, Sozial – und Integrationsbürgermeisterin von Stuttgart und Frau Franziska Vogel, die neue Leiterin des Sozialamtes Stuttgart

v.l.: Frau Franziska Vogel, Frau Dr. Alexandra Sußmann, Herr Werner Neubrandt, Herr Stefan Spatz, Frau Ingrid Poppe (nicht im Bild: Herr H.-U. Rabeneick)
v.l.: Frau Franziska Vogel, Frau Dr. Alexandra Sußmann, Herr Werner Neubrandt, Herr Stefan Spatz, Frau Ingrid Poppe (nicht im Bild: Herr H.-U. Rabeneick)

Der schon vor Monaten verabredete Termin für einen Besuch von Frau Dr. Sußmann bei der Schwäbischen Tafel Stuttgart am 12. Mai konnte trotz Corona stattfinden. Um 9.30 begrüßten Herr Neubrandt, Herr Rabeneick und Herr Spatz, drei unserer Vorstände und Frau Poppe, die Projektleitung, Frau Dr. Sußmann und Frau Vogel, die neue Leiterin des Sozialamtes, vor unserem Tafelladen in der Haupstätter Str. 75.

Auch wenn wir uns einen gemütlicheren Rahmen gewünscht hätten, haben wir uns sehr gefreut über den Besuch, denn es zeigte uns, dass sowohl Frau Dr. Sußmann als auch Frau Vogel, wenn auch mit den notwendigen Abstandregeln, es sich nicht nehmen lassen wollten direkt zu den Menschen zu kommen, um über unsere Belange und unsere Arbeit zu erfahren.

 

Schon vor dem Tafelladen waren Frau Dr. Sußmann und Frau Vogel von der langen Warteschlange und der damit notwendigen Geduld und Disziplin unserer Kunden sehr beeindruckt.

Der Zugang zu unserem Laden ist während Corona nur für jeweils 10 Kunden auf einmal möglich und der Warteraum durch die Abstandregelungen leider nicht benutzbar, daher warteten die Kunden mit Abstand im Außenbereich auf dem Gehweg der Hauptstätter Str. bis weit nach oben in die Immenhofer Str..

 

Gerüstet mit Mund – Nasen – Schutz folgte dann eine Führung durch die verschiedenen Stationen des Tafelladens und Informationen über Abläufe und Organisation der Tafel während des laufenden Betriebes. Frau Dr. Sußmann und Frau Vogel waren sehr beeindruckt von der Arbeit unserer Beschäftigten und der Vielfalt und Qualität unseres Warensortiments, das ausschließlich auf Spenden von Lebensmitteln, die sonst vernichtet worden wären, beruht. Beide drückten Ihre Hochachtung dafür aus, dass wir unsere Tafelläden trotz der Krisenzeiten nicht einen Tag schließen mussten. Eine Reduzierung der Öffnungszeiten und der täglichen Kundenzahl durch eine alphabetische Einteilung in 2 Gruppen ermöglicht unseren Kunden wenigstens jeden 2. Tag unser Versorgungsangebot anzunehmen. Natürlich war auch die dafür notwendige und sehr gelungene sorgfältige Umsetzung der Hygienemaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter ein wichtiges Thema in unserem Gespräch.

 

Frau Dr. Sußmann und Frau Vogel hatten ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte und versprachen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, sich für uns einzusetzen.

Am Ende des Besuchs drückte Frau Dr. Sußmann Ihren Dank an die vielen Ehrenamtlichen, an alle Beschäftigten in den verschiedenen Funktionen und auch an die Sponsoren und Spendern der Schwäbischen Tafel Stuttgart aus, die alle auch in diesen schwierigen Zeiten die Tafel tatkräftig unterstützen.

Sie hält „die Schwäbische Tafel Stuttgart mit ihrer weitreichenden Versorgungsfunktion für arme und benachteiligte Menschen, verbunden mit dem Handlungsansatz keine Lebensmittel zu vernichten und ihrer wichtigen sozialen Funktion als Kitt in unserer Gesellschaft für essenziell.“

 

Die Schwäbische Tafel Stuttgart möchte sich an dieser Stelle bei Frau Dr. Sußmann und Frau Vogel für diesen Besuch ganz herzlich bedanken. Die Wahrnehmung und Wertschätzung unserer Arbeit, die sonst eher im Stillen und Verborgenen stattfindet, stärkt und festigt bei all unseren HelferInnen und AlltagsheldInnen das Gefühl, dass wir nicht alleine dastehen. Dankeschön.


Frau Aras, Präsidentin des Landtags von Baden – Württemberg und Herr Maximilian Clar, persönlicher Mitarbeiter von Frau Aras aus dem Haus der Abgeordneten

v.l. Herr Hans-Ulrich Rabeneick, Frau Muhterem Aras, Frau Ingrid Poppe (nicht im Bild: Herr Maximilian Clar)
v.l. Herr Hans-Ulrich Rabeneick, Frau Muhterem Aras, Frau Ingrid Poppe (nicht im Bild: Herr Maximilian Clar)

Unsere Einladung sich vor Ort über die Tafel und die Menschen, die dort einkaufen bzw. mithelfen zu informieren wurde von Frau Aras spontan angenommen und trotz ihres vollen Terminkalenders wurde auch kurzfristig ein Termin gefunden. Das hat uns sehr gefreut.

 

Gemeinsam mit Herrn Clar besuchte Frau Aras am 30.03.2020 dann kurz vor Ladenöffnung unseren Tafelladen in der Hauptstätter Str. 75. Schon draußen vor dem Laden beeindruckte die lange Schlange unserer geduldig mit Abstand wartenden Kunden beide sehr und für beide war auch gleich klar, dass das Angebot der Tafel von den Menschen gerade zu Corona – Zeiten dringend gebraucht wird, sonst würden unsere Kunden dort nicht stehen.

 

Unser 1.Vorstand Herr Rabeneick und Frau Poppe, unsere Projektleitung, führten Frau Aras und Herrn Clar durch die verschiedenen Arbeitsbereiche des Tafelladens und durch den Kundenbereich. Die Informationen über unsere Arbeit, Gespräche mit unseren Mitarbeitern und die Life – Eindrücke vor Ort verschafften Frau Aras und Herrn Clar einen guten Einblick in unseren momentan auf Not – Betrieb – laufenden Tafelalltag. Frau Aras war berührt, dass auch in einem Tafelladen mit gespendeten Lebensmitteln auf eine ansprechende Präsentation geachtet wird, damit dem Kunden ein bisschen von Einkaufsgefühl erhalten bleibt. Auch die konsequente Umsetzung der erforderlichen Hygiene – Vorgaben wurde anerkennend bemerkt.

 

Frau Aras und Herr Clar zeigten sich tief beeindruckt von der für viele nicht sichtbaren „Welt der Tafel“ als ökologisches Projekt zur Rettung von Lebensmitteln und als soziales Projekt, das durch die Beschäftigung wesentlich zur Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für viele Menschen beiträgt.

Zum Abschluss bot Frau Aras ihre Hilfe an: „Ich werde gerne alles tun, was mir möglich ist, um Sie bei Ihrer herausfordernden Arbeit zu unterstützen“

 

Nach Ihrem Besuch bedankte sich Frau Aras bei der Schwäbischen Tafel Stuttgart:

 

„Die Krise rückt einmal mehr in den Fokus, dass unsere Gemeinschaft ohne Sie nicht funktionieren würde. Sie sind im besten Wortsinn systemrelevant! Covid – 19 stellt auch den Sozialstaat vor ungekannte Herausforderungen, denn in der Krise zeigt sich immer auch zuvorderst die soziale Not in einer Gesellschaft. Als Tafel leisten Sie immer einen entscheidenden Beitrag, diese Not zu lindern – in der aktuellen Situation auch noch unter erschwerten Bedingungen. Viele Tafeln haben bereits präventiv ihren Betrieb eingestellt, um Mitarbeitende und KundInnen zu schützen. Sie halten das Angebot in Stuttgart weiterhin aufrecht. Trotz der auch finanziellen Unsicherheit und Sorgen, obwohl auch Sie die Coronakrise hart trifft, machen Sie weiter und zeigen damit auch in der Krise, was – gerade in Zeiten wie diesen – am wichtigsten für eine Gesellschaft ist:

Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und Solidarität. Dafür meinen aufrichtigen Dank!“

 

Die Schwäbische Tafel Stuttgart e.V. bedankt sich bei Frau Aras und Herrn Clar für Ihr ehrliches Interesse an unserer Arbeit und unserer derzeitigen Situation, für Ihren Mut, während Corona - mit Abstand natürlich - sich nah bei den Menschen einen unmittelbaren Eindruck zu verschaffen und für Ihre anteilnehmenden und aufmunternden Worte! Dankeschön.